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Bayram 2018 - Zuckerfest 2018 - Opferfest 2018

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Bayram 2018

Das Wort Bayram stammt aus dem Türkischen und heißt ins Deutsche übersetzt „Feiertage“. Wenngleich auch die staatlichen Feiertage teilweise als Bayram bezeichnet werden, bezieht sich die Bezeichnung hauptsächlich auf die beiden religiösen Feiertage „Ramazan Bayrami“ und „Kurban Bayrami“. Beachten sollte man allerdings, dass die Bezeichnung Bayram je nach Land teilweise unterschiedlich verwendet wird. Die beiden genannten Feiertage werden allerdings von Muslimen in vielen Ländern der Welt als Bayram bezeichnet.

Die Bayram - Termine 2018

Zuckerfest 2018: 15. Juni bis 15. Juni 2018
Opferfest 2018: 21. August bis 25. August 2018

Das „Zuckerfest“ als Teil des Bayram

Eines der wichtigsten Feste im Rahmen des Bayram ist das sogenannte Zuckerfest (Ramazan Bayrami). Dieses Fest wird zu Deutsch auch oft als sogenanntes „Fest des Fastenbrechens“ bezeichnet. Das Zuckerfest gilt als eine der feierlichsten Festivitäten unter Muslimen, da sich das Fest des Fastenbrauches direkt an den Ramadan anschließt. An diesem Bayram herrscht gewöhnlich ausgelassene Stimmung. Gemeinhin findet das Zuckerfest in den ersten zwei bis vier Tagen des Ramadan-Nachfolgemonats Schauwal statt.

Das Zuckerfest trägt je nach Region und muslimischer Ausprägung einen unterschiedlichen Namen. Die türkische Bezeichnung „Ramazan Bayrami“ bedeutet auf Deutsch übersetzt „Ramadan-Fest“.

Die ebenfalls türkische Bezeichnung „Seker Bayrami“ ist als „Zuckerfest“ zu übersetzen. In Indonesien wird der Bayram allerdings oft auch als Lebaran bezeichnet. Teilweise hat sich in diesem Sprachraum auch die Bezeichnung Idul Fitri etabliert. Im Nachbarland Malaysia, das ebenfalls eine sehr große muslimische Population hat, wird das Zuckerfest oft auch als „Hari Raya Aidilfitri“ oder zu Deutsch „Großer Tag des Fastenbrechens“ bezeichnet.

Das Zuckerfest 2018 gehört zu den Bayram, die nicht an einem festen Tag stattfinden. Stattdessen ist das Zuckerfest, da es an den Ramadan gebunden ist, jedes Jahr zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt. In normalen Jahren beginnt das Fest des Fastenbrauchs elf Tage früher als im Vorjahr, in Schaltjahren sogar zwölf Tage früher als im Vorjahr. Jedes Jahr allerdings schließt die Festivität direkt an den Ramadan an. In hauptsächlich muslimisch geprägten Ländern ist dieser Bayram ein zentraler Feiertag und entsprechend arbeitsfrei. Schulen, Universitäten und Behörden sind an allen Tagen des Zuckerfestes geschlossen. In Deutschland erhält man am Zuckerfest nur in einigen Bundesländern unter Umständen frei.

Das Fest dauert je nach Land und Region zwischen zwei und vier Tagen. Der wichtigste Tag dieses Bayram ist der erste Tag. Hier beginnen die Festivitäten mit dem morgendlichen Auszug zum Gebet, das gewöhnlichen an einem offenen Gebetsplatz stattfindet (sofern möglich). Vor dem Gebet gilt es sich allerdings vorzubereiten. So ist unter anderem eine rituelle Ganzkörperwaschung durchzuführen.

Darüber hinaus sollen sich die Gläubigen in möglichst schöne und wertvolle Kleidung hüllen, um das Fest richtig zu begehen. Für das Gebet sollen die Muslime zudem einen Gebetsteppich mitbringen, sofern dieses denn auf einem offenen Gebetsplatz stattfindet.
Nach dem spirituellen Teil des Fests, tauschen die Gläubigen Festtagsgrüße aus. Das ist meist mit einer ausgelassenen Stimmung verbunden. Auch um Verzeihung soll an diesem Bayram gebeten werden.

Ansonsten gilt der erste Tag des Fests des Fastenbrechens als Familientag. Man besucht gemeinsam mit der Familie den Friedhof und gedenkt den Verstorben und besucht danach Verwandte. Diese Besuche werden gewöhnlich auch an den nächsten Tagen des Zuckerfests fortgesetzt. Gewöhnlich werden dazu jeweils wahre Festmahle aufgeboten. Hier liegt der Fokus oft auf äußerst süßen Speisen, die als Lohn für das harte Fasten während des Ramadans dienen sollen. Daher kommt auch der Name „Zuckerfest“.

Das „Islamische Opferfest“ als Teil des Bayram

Der vermeintlich wichtigste Bayram für muslimische Gläubige ist das „Islamische Opferfest“ (Kurban Bayrami), auch unter der Kurzform Opferfest bekannt. Die Festivität gilt in vielen muslimisch geprägten Ländern als der wichtigste Feiertag überhaupt. Wie alle muslimischen Feiertage ist das Opferfest an keinem festen Zeitpunkt, da der muslimische Kalender weniger Tage hat als der gregorianische. Dadurch ist das Opferfest jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt und kann so in allen Jahreszeiten stattfinden.

Genauso wie das Zuckerfest ist allerdings auch dieser Bayram an einen festen Zeitpunkt gekoppelt. So findet das Opferfest immer am 10. des zwölften und letzten Monats des islamischen Kalenders statt. Das Fest dauert im Durchschnitt länger als das Zuckerfest, das meist zwischen zwei und vier Tagen dauert. Das Opferfest 2018 dagegen dauert fast überall vier volle Tage.

Das Opferfest hat seinen Namen davon, dass die Gläubigen angehalten werden, an diesem Tag ein Tier zu schlachten. Es herrscht zwar Uneinigkeit darüber, ob es obligatorisch ist, an diesem Bayram ein Tier zu schlachten. Dennoch finden in hauptsächlich muslimisch geprägten Ländern an diesem Tag zahlreiche Schlachtungen in Privathäusern oder vor diesen statt. In Deutschland sind solche Schlachtungen nur unter vorheriger Anmeldung und unter Umständen einer Ausnahmegenehmigung möglich. Das Besondere an den Schlachtungen am Opferfest ist, dass nur Paarhufer geschlachtet werden dürfen. Das als unrein geltende Schwein darf natürlich nicht geschlachtet werden. In den meisten muslimischen Ländern werden hauptsächlich Schafe, Ziegen und Rinder geschlachtet. In einigen Ländern werden am Opferfest aber auch Kamele oder sogar Wasserbüffel geschlachtet.

Das Opferfest gilt auch deshalb als ein so wichtiger Bayram, weil es Nächstenliebe suggerieren soll. Wer an diesem Bayram ein Tier schlachtet, der ist dazu angehalten, das Fleisch an Bedürftige zu verteilen. Teilweise darf das Fleisch aber auch (günstig) verkauft werden. Teilweise wird das Fleisch allerdings weder gegessen noch weitergegeben, sondern dient einzig und allein dem Zweck, ein Opfer für Gott zu sein.

Ein weiterer wichtiger Teil des Islamischen Opferfests ist der Gottesdienst am Morgen des ersten Tages. Genauso wie beim Fest des Fastenbrechens treffen sich auch am ersten Tag des Opferfests alle Gläubigen zum Gottesdienst. Die Ansprache findet bei diesem Gottesdienst meist erst nach dem Gebet statt – gewöhnlich ist der Ablauf genau andersherum. Nach dem Gebet herrscht auch am Opferfest ausgelassene Stimmung. Sogar Kinder dürfen an diesem Bayram sehr lange wachbleiben. Vielfach sind auf den Straßen sogar kleine Freizeitparks aufgebaut, damit Kinder und Jugendliche genauso wie Erwachsene ausgelassen feiern können.

Ähnlich wie am Zuckerfest 2018 spielen auch am Opferfest 2018 Besuche bei Verwandten eine wichtige Rolle. Auch dieses Fest verbringt man in den meisten muslimischen Regionen entweder bei oder zumindest mit engen Verwandten und der Familie. Es kommt nur selten vor, dass man das Opferfest gemeinsam mit Freunden feiert.

Die Bayram - Termine 2017

Zuckerfest 2017: 25. Juni bis 27. Juni 2017
Opferfest 2017: 01. September bis 04. September 2017


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